Ein Konzern kommuniziert die Restrukturierung einer Business Unit.
Arbeitsplätze fallen weg.
Bereiche werden neu zugeschnitten.
Menschen verlieren Verantwortung. Andere übernehmen neue.
Vielerorts gerade wirtschaftliche Realität.
Der Beschluss ist gefasst.
Dann eine E-Mail.
Sorgfältig formuliert.
Juristisch geprüft und abgestimmt.
Wenige Minuten später spricht kaum jemand über die Entscheidung.
Es geht nicht um das Was. Es geht um das Wie.
Nicht nur bei denen, die unmittelbar betroffen sind.
Gerade für alle anderen.
Sie sezieren jede Formulierung.
In der Folge jede Geste.
Jedes Schweigen.
Ich sehe immer wieder, was Menschen und Organisationen tragen können. Vor Kurzem sagte eine Kundin zu mir: „Wir haben schon viel überlebt.“
Gleichzeitig begegnet mir etwas anderes: Zu oft wird Kommunikation als hübsches Verpackungsmaterial verstanden. Als Einbahnstraße.
Information. An dem Punkt endet es häufig.
Was fehlt, um eine Organisation auszurichten:
Verständnis.
Alignment.
Kohärenz.
Haltung. Gerade dann, wenn Einschnitte schmerzhaft sind.
Unternehmen zahlen dafür einen realen Preis:
Energie.
Fokus.
Geschwindigkeit.
Produktivität.
Der harte wirtschaftliche Faktor liegt in der Frage: Worauf richtet sich eine Organisation am nächsten Tag aus?
Auf Kunden?
Auf Innovation?
Auf Zukunft?
Oder:
Auf sich selbst?
Ich kenne beides.
Die Entscheidung steht.
Ihre Wirkung nicht.
Sie verändert das Organigramm.
Das Wie entscheidet darüber, mit welcher Kraft die Organisation morgen und übermorgen arbeitet. Und ob die Veränderung Wertschöpfung schafft.

