„Die Herren der Ringe“ von Claudia Scholz, ein Artikel über den Smart-Ring Oura und seine Anziehungskraft auf die Leistungselite, erschienen bei The Pioneer. Er hat mich beschäftigt.
Nicht wegen des Rings, sondern weil das Tracking etwas über uns erzählt, wie wir leben, führen, funktionieren. Und dabei etwas anderes verlieren.
Wir reden über Readiness Scores, erfassen, was sich zählen lässt.
Unsere Geräte kennen unsere Herzfrequenz, unsere Schlafzyklen, unsere Schritte.
In Unternehmen ist es nicht anders:
Wir vertrauen Daten mehr als uns selbst.
KPIs mehr als Intuition.
Dashboards mehr als Dialog.
Wir externalisieren Wahrnehmung an Ringe, Apps, Algorithmen.
Haben wir unser Macher-Narrativ wirklich überwunden oder nur technisch transformiert?
Ist Selbstoptimierung heute die neue Form von Kontrolle?
Für wen messen wir?
Treten wir an gegen andere oder gegen uns selbst?
Wann wird daraus ein Wettbewerb mit dem eigenen Körper, dem eigenen System?
Und was sagt es über uns, wenn der Score wichtiger wird als der innere Kompass?
Ich wage die These:
Jetzt, wo Systeme kippen, sich Realitäten ständig neu justieren
und wir über Wertschöpfung, Wachstum und Innovation sprechen –
arbeiten wir an der Beziehung zu uns selbst?
Nicht gegen, sondern für.
Neben Kennzahlen, im bewussten Zugang zu den Intelligenzen in uns:
die kognitive, die versteht.
die emotionale, die verbindet.
die somatische, die reguliert.
die intuitive, die vorausahnt.
die soziale, die Kontext schafft.
Messbar? In harten Fakten.
Sichtbar? Im Ergebnis.
Vielleicht beginnt Wirkung genau dort, wo wir wieder wahrnehmen, was sich nicht messen lässt.
Link zum Originalbeitrag hier.

